Im Park im Frühling in der späten Stadt,

Wenn fünf Prozent von ihrer Fläche blühen,

Gibt man was man vom Leben netto hat

Dem Licht, den Freunden und der teuren Stadt

und nutzt es zur Erörterung der Mühen:

 

Dass man die Arbeit liebt, die man halt hat,

die Kinder wollte, die das Leben teuern,

dass man sich fit hält, obwohl häufig matt,

noch läuft und lernt und gern mit Freunden lacht,

und alles noch, nachdem sie einen feuern.

 

Die Vögel jubeln, hoch und fern von jeder Stadt,

Den Hunden sieht man an, dass sie nicht denken,

sie pesen über Rasen wie mit tausend Watt,

nichts Hinderndes scheint es zu geben, alles glatt

wie eine Eisbahn – niemand muss mehr lenken.

 

Und plötzlich hört man auf zu überlegen,

verliert sich in den frühlingsfrohen Lauf des Tiers –

erörtert und belacht nicht mehr Kollegen,

vergisst was man doch wollte widerlegen,

sehnt sich Betäubung, Leere, Nichts entgegen:

will Alles fluten noch im letzten Schlückchen Biers.

 

 

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